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BIKEPARK BAD WILDBAD  auf dem Sommerberg

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 Wildbader Anzeigenblatt  21.Juli 2001

Aus der öffentlichen Sitzung des Verwaltungs-, Sozial- und Fremdenverkehrsausschusses
„Bikepark Bad Wildbad“
In Auszügen – den kompletten Bericht entnehmen Sie bitte der gedruckten Ausgabe
Die ersten drei Tagesordnungspunkte befassten sich mit dem Thema „Bikepark Bad Wildbad“. Im Rahmen des ersten Tagesordnungspunktes wurde der aktuelle Sachstand der Vorbereitungen für die anstehenden Events „Deutsche Meisterschaften im Downhill vom 7. bis 9. September“ und der „Wildbadmarathon vom 28. bis 29. Juli“ dargestellt. Ordnungsamtsleiter Frank-Olaf Wilhelm erklärte, dass die Vorbereitungen auf vollen Touren laufen und beispielsweise schon Gespräche mit den Sicherheitskräften geführt wurden. Alle Faktoren wie Abfallbeseitigung sollen in diesem Jahr beachtet werden. Anders als im letzten Jahr werden für die unterschiedlichen Ansprüche der Teilnehmer des Marathon drei Strecken mit rund 32 km, 60 km und 90 km angeboten, die leider nicht über Enzklösterle führen, was aber im kommenden Jahr zumindest bei den beiden längeren Touren verwirklicht werden soll. Für die Zuschauer sollen spezielle Streckenbereiche ausgeschildert werden, die besonders attraktiv sind. Um den Aufwand und die Einschränkungen für den öffentlichen Verkehrsraum einzuschränken, werden alle drei Strecken über die Ziegelhüttenstraße und den Radweg im Kurpark auf den Kurplatz geführt. Die Kosten für den Marathon werden, soweit sie die reine Veranstaltung betreffen, durch die Sog getragen. Die Stadt leistet Hilfestellung bei der Organisation und der Durchführung.
Um ähnliche Probleme wie beim Saisonauftakt an Ostern zu vermeiden, soll zu den Deutschen Meisterschaften im Downhill nur der Lizenzbereich (also der reguläre Teilnehmerkreis von Deutschen Meisterschaften) zugelassen werden. Auf eine begleitende Veranstaltung für den Hobbybereich wird entgegen ursprünglicher Planungen verzichtet, da unter anderem die Parkplatzflächen für Zuschauer freigehalten werden sollen. Derzeit wird mit etwa 150 bis 200 Teilnehmern gerechnet. Die Kosten für die Deutsche Meisterschaft sind, soweit diese bei der Stadt anfallen ( Ausrichtungsgebühr, etc.) im Haushalt entsprechend eingeplant.
Stadtrat Fritz Barth ( FWV) äußerte den grundsätzlichen Wunsch, dass ein begleitender Radfahrerverein zur Entlastung des Ordnungsamts und der Verwaltung gegründet werden solle.
Daraufhin lobte Wilhelm das große Engagement der Radsportabteilung der Calmbacher Skizunft und vertrat die Auffassung, dass Entwicklungen zu einem begleitenden Radfahrerverein von innen heraus kommen müssten und nicht erzwungen werden könnten.
Bruno Knöller (SPD) erscheinen die Vorbereitung sehr professionell und er freute sich, eine Veranstaltung der Superlative, wie die ersten Deutschen Meisterschaften im Downhill, in Bad Wildbad zu haben. Dieter Gischer (SPD) erkundigte sich bei der Verwaltung, warum die Gespräche mit den Sicherheitskräften recht kurzfristig ( 5. Juli) geführt worden seien. Ordnungsamtsleiter Wilhelm sah diesen Zeitraum für ausreichend an, da im letzten Jahr schon ein Marathon statt fand, bei dem dieselben Vorkehrungen getroffen werden mussten. Auch Stadtrat Joachim Borg (CDU) freute sich über die gute Vorbereitung durch die Verwaltung, fragte aber lieber noch einmal nach, ob das Rahmenprogramm der Sog auf dem Kurplatz schon feststehe. Wilhelm konnte ihn beruhigen und versprach, dass dem Anlass und der Lokalität entsprechend angebrachte Musik gespielt werde. Des Weiteren interessierte sich Borg für die Mithilfe von Schülern bei den Vorbereitungen zum Marathon. Wilhelm erwiderte, dass die Arbeit der Stadt massiv von Vereinen, Helfern und Schülern unterstützt werde, wofür von Seiten des Bürgermeisters Jocher ein großer Dank ausgesprochen wurde. Stadtrat Günter Haag (CDU) wünschte sich eine bessere Presseinformation im Vorfeld der Veranstaltungen als im Vorjahr.
Mit den beiden Veranstaltungs-Highlights soll das Image der Stadt als Zentrum für den Radsport nach innen, also bei der Bevölkerung, und nach außen verbessert werden. Aber auch die kleineren Veranstaltungen, wie das Downhillcamp vom 19. bis 22. Juli 2001, und der „King of Bikepark“ vom 4. bis 5. August 2001 tragen dazu bei, dass der Name Bad Wildbad über Zeitungen, Fachpresse, Radio und Fernsehen positiv nach außen getragen wird. Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für einen zweistündigen Beitrag im 3. Fernsehprogramm, der im September ausgestrahlt werden soll.
Einstimmig konnte der Verwaltungs-, Sozial- und Fremdenverkehrsausschuss die Unterstützung der vorgestellten Veranstaltungen beschließen. Des Weiteren soll die Verwaltung beauftragt werden durch entsprechende Maßnahmen einen reibungslosen Verlauf der Veranstaltungen sicher zu stellen.
Der zweite Tagesordnungspunkt befasste sich mit der Ablehnung des Zuschussantrages 2000 betr. Bikepark zur Projektförderung des Landes und den Konsequenzen für die in diesem Jahr vorgesehenen Maßnahmen. Im Herbst letzten Jahres wurde über den Förderantrag beraten und im Rahmen der Haushaltsberatungen mit Blick auf die Finanzlage der Stadt eine Gesamtsumme in Höhe von 250.000 Mark für 2001 eingeplant. Hierbei waren Einnahmen in Höhe von 125.000 Mark im Rahmen der Projektförderung im Tourismusbereich des Landes Baden-Württemberg veranschlagt. In einem Schreiben vom 14. Mai 2001 wurde nunmehr mitgeteilt, dass die beantragte Maßnahme nicht in den Bedarfsplan für die Förderung der Tourismusinfrastruktur aufgenommen werden kann, da dem Wirtschaftsministerium nicht ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen. Daraufhin wurde von der Stadt das Maßnahmenpaket reduziert, um wenigstens die dringendsten Maßnahmen durchführen zu können. Verzichtet wird nun auf den Holztrail (Downhill-Strecke mit Holzhindernissen) und die Scooterstrecke ( Geländestrecke, die mit „Rollern“ befahren werden kann). Der Bau der Downhill-Strecke wird wegen Einsparungsmaßnahmen auch nur für Events und nicht für den Dauerbetrieb geeignet ausgeführt. Maßnahmen, die zu einer Verbesserung der Konfliktsituation zwischen Fußgängern und Bikern führen, wurden bereits fertig gestellt, obgleich noch einige Punkte zur Realisierung anstehen. Hier will die Stadt laut Wilhelm in zwei Schritten vorgehen, zum einen kurzfristige Maßnahmen zusammen mit dem Betreiber und dem Kriegsblindenheim ergreifen, zum anderen langfristig eine Lösung finden. Die Fertigstellung der Downhill-Strecke bis zur Bätznerstraße, die Ergänzung der Sicherheitseinrichtungen, die Abschlussarbeiten an der Startrampe, die Ausweisung der Dauermarathonstrecken und der Einbau von Steilwandkurven stehen noch aus.
Die Sog zeigte sich bereit, die Eigenbeteiligung um 20.000 Mark zu erhöhen und zahlreiche Leistungen nicht in Rechnung zu stellen.
Stadtrat Bruno Knöller (SPD) war darüber erzürnt, dass das Land erst Anschubhilfe für den Bikepark geleistet habe und die Stadt nun im Regen stehen lasse. Er wirft falsche Landespolitik vor. Stadtrat Jörg Maisenbacher (UBKL) erkundigte sich, wie nun das Konzept der Sog aussehe, ob die Biker nun in die Stadt aufgenommen würden oder nicht. Wilhelm machte klar, dass das Konzept von Anfang an lautete, dass die Strecken an der Mittelstation der Bergbahn enden und nie ein Dauerbetrieb der Talstation geplant worden sei. Hanne Rau (UBKL) sprach sich gegen die Deckung der überplanmäßigen Ausgaben für den Bikepark in Höhe von 7.000 Mark durch die Einsparungen bei den Bauausgaben der „Belüftung Kläranlage Calmbach“ aus.
Mit einer Gegenstimme konnte der getroffenen Reduzierung der Baumaßnahmen mit Blick auf den Einnahmeausfall zugestimmt werden und gibt die restlichen Haushaltsmittel zur Bewirtschaftung frei. Dem Ausschuss ist nach der Sommerpause eine detaillierte Abrechnung vorzulegen. Die Deckung der wegen des Einnahmeausfalls fehlenden Finanzmittel in Höhe von 7.000 Mark erfolgt durch Einsparungen bei den Bauausgaben „Belüftung Kläranlage Calmbach“.
Der dritte Tagesordnungspunkt beschäftigte sich mit der Erstellung und Ausweisung von drei dauerhaft nutzbaren Marathonstrecken im Rahmen einer Radkarte Oberes Enztal. Ordnungsamtsleiter Wilhelm erläuterte, dass es erklärtes Ziel der Stadt Bad Wildbad sei, in der Region ein breites Angebot für Radtouristen und Radsportler zu schaffen. Hierfür stehen bereits zahlreiche Strecken unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade zur Verfügung, doch sich schnell zu orientieren und zurecht zu finden, fällt den meisten Interessenten und auch Einheimischen schwer. Des Weiteren bestehe von Seiten der Bevölkerung der Wunsch, den sehr erfolgreichen Marathon so zu gestalten, dass die Strecke auch das ganze Jahr über befahren werden kann, somit ein Angebot für Anfänger und Nicht-Profis besteht. Erste Konzeptionen hierfür wurden mit Nachbargemeinden ( Höfen, Enzklösterle, Schömberg) bereits ausgearbeitet. Um die gebotenen Möglichkeiten zum Radsport in einem Druckwerk für die gesamte Region zu bündeln, stellt sich die Verwaltung die Realisierung eines Flyers bis zur CMT 2002 als Appetithäppchen vor. Danach soll in einer Mindestauflage von 5.000 Stück die Realisierung einer Radkarte in Angriff genommen werden, die den Radfahrer auch zu Naturdenkmälern und Aussichtspunkten führt. Die Karte soll das Gebiet vom Poppeltal im Süden bis zur Eyachbrücke im Norden, und vom Eyachtal im Westen bis Schömberg oder Bad Teinach beinhalten. Der Verkaufspreis soll im Bereich von 2,90 Euro liegen.

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