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vom
29.03.2000
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...sie führen auch zu
Seiten mit Teenie-Sex |
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| Von DIRK HOEREN |
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Frauenministerin Christine Bergmann ist drin, im
Internet und
schlittert gleich in einen Sex-Skandal. Ausgerechnet die für Familie,
Frauen und Jugendschutz zuständige Ministerin stellt über ihre Homepage
Kontakt zu Callboys, Agenturen für Seitensprünge sowie Anbietern für Pornos
und Sex-Spielzeug her, vermittelt mithin Sex-Dienste. Der Skandal im Skandal:
Internet-Besucher können sich sogar direkt von
der Seite des Ministeriums (http://ww.bmfsfj.de)
zu Nacktfotos und Videos von jungen
Mädchen (Pornoteens ganz tabulos) durchklicken. Familienpolitiker von CDU
und FDP sind entsetzt.
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Der Internet-Sexskandal um Frauenministerin
Bergmann jeder Besucher der Homepage wird über
die Links des Monats an interessante andere Internetseiten verwiesen. Doch
dort werden statt
Regierungspolitik käuflicher Sex, Pornos und Sex-Spielspielzeug angeboten.
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Wegen ihrer Öffentlichkeitsarbeit in der Kritik:
Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (60)
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Klick 1: Von der Ministeriums-Seite geht
es direkt zu http://ww.Powercat.de, einer Frauenseite.
Das Ministerium: Eine Fundgrube für Frauen.
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Dieser Callboy nennt sich xxxxxxx und
bietet sich auf der Link-Seite des Ministeriums als Student mit Nebenjob an.
Und wirbt unter der Angabe seiner Telefonnummer 01xx/xxxxxxx mit diesem Text: Neben
erotisch-sinnlichen Massagen offeriert er einen Piano-Strip. Seine
Spezialität sind dominant-devote Rollenspiele mit viel Einfühlungsvermögen und
Phantasie... Von xxxxxxx Gesicht ist nur eine Hälfte zu erkennen, von dem
vielleicht interessanteren Rest gar nichts.
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eMail am 23.11.2002
Hallo Herr Fritze!
Ich haben bei dem Durchsuchen von Suchmaschinenergebnissen Ihre Seite:
http://bad-wildbad.info/pefri/inter/8inter.htm
gefunden.
Das Photo, dass da zu sehn ist, ist MEIN photo.
Es hat sich da jmd einen üblen Scherz erlaubt.
Auch wenn das photo geschwärzt ist, möchte ich Sie bitten es zu entfernen.
Den Text bitte auch.
Die Nachricht ist ja ohnehin veraltet.
Gegen Die Bildzeitung läuft derzeit schon ein Verfahren wegen verletzung
meiner Persönlichkeitsrechte.
Diesen Weg würde ich ihnen und mir gerne ersparen.
Mit freundlichen gruessen
Tim Schedler
Scherz ? das war ein Bericht in der
Bild-Zeitung.
Wie in meinem IMPRESSUM und auf allen Presseseiten zu finden, das
© Copyright beim Verlag 2000
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Klick 2: Wer dort die Rubrik
Im Schlafzimmer anklickt, landet bei Callboys,
Cybersex (Auch die Frauen haben Lust im Cyberspace.),
Erotikseiten (Heiße Männer, wohin das Auge blickt.) oder
Erotikshops (Dildos, erhältlich in Delphin-, Raupen- oder Phallus-Form.).
Außerdem im Web-Angebot: direkte Links zu einer Seitensprung-Agentur oder einem
Begleitservice.
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Klick 3: Unter Callboys können die
Besucher z. B. xxxxxxx oder xxxxx Ich besitze die Fähigkeit, eine Frau willenlos zu
machen.) anklicken. xxxxx ist blond schneeblond. Er berichtet z.
B. über Sex mit einer 86-jährigen Frau, bei der er sich gedacht habe: Vielleicht
hat sie nur noch ein paar Wochen zu leben, und dann hat sie das Erlebnis noch
gehabt.
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Klick 4: Am Ende der Seite gibt es
direkte Links zu Callboys mit Telefonnummer. Z. B. zu xxxxx (30, 1,87, 73 Kg):
Auf Ihre sexuellen Wünsche gehe ich gerne variationsreich, gefühlvoll und
ausdauernd ein. Oder zu xxxxxxx (27), dem netten Callboy aus Köln:
Ich verwöhne sie ganz tabulos.
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BILD-Testanruf beim namenlosen Callboy
Guten Tag, was kostet eine Nacht bei Ihnen?
1500 Mark. Und ich schaue am Morgen auch garantiert nicht auf die Uhr, flötet
der wilde Zorro in die Muschel. Dazu kommt ein romantisches Abendessen. Das zahlen
natürlich Sie für uns beide. Und was verspricht der Prinz? Phantasievollen Sex der
besseren Art. Es wird garantiert unvergesslich für uns beide.
Klick 5: Von den Callboys gehts per
Link weiter zum Sexführer Deutschland. Da gibt es Kontaktanzeigen aus
dem Rotlichtmilieu, Pornofotos zum Download, Livesex.
Außerdem werden Passwörter für gesperrte Sexseiten veröffentlicht, die eigentlich nur
Erwachsenen zugänglich sein sollen. Unter dem Stichwort Sex-Homo alles über
Gay-Boys, Gayletten, Transsexuelle, Muskelfrauen aus dem Dschungel. Wie sie sich
befriedigen und welche Probleme sie haben.
Klick 6: Unter dem Link
Porno-Teens werden Fotos von nackten jungen Mädchen angeboten : xxxxx
Bildergalerie: Sehr junge Mädchen (unter 19), zeigen alles ganz tabulos. Ca. 8500 Bilder
(jede Woche 300 neue), auch Videos!
Im Klartext: Während die Ministerin auf
ihrer offiziellen Homepage Gewalt gegen Frauen anprangert und sich für den Schutz der
Jugend vor Sex und Gewalt stark macht, führt sie ihre Internet-Besucher direkt auf
schlimmste Schmuddelseiten.
Die stellvertretende Vorsitzende der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Böhmer, zu BILD: Ich war entsetzt, als
ich feststellte, dass man über die offizielle Behörden-Homepage des Bundesministeriums
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Zugang zu harten pornografischen Sites im
Internet hat. Dies ist ein erschreckender Vorfall für das Ministerium von Frau Bergmann
und konterkariert die Bemühungen für mehr Jugendschutz. Die Spitze des Hauses muss
dafür sorgen, dass der Zugang sofort gesperrt wird. Sämtliche Ministerien und Behörden
sollten ihre Links und deren Inhalte prüfen.
Der Parlamentarische Geschäftsführer der
FDP-Bundestagsfraktion, Jürgen Koppelin: Es ist ein unglaublicher Skandal,
dass ausgerechnet die für Jugendschutz und Frauen zuständige Ministerin den Zugriff auf
übelste Sex- und Pornoseiten im Internet eröffnet. Die Ministerin und ihr Haus müssen
zur Rechenschaft gezogen werden.
Der CDU-Familienpolitiker Hubert Hüppe:
Es ist unerträglich, dass sich die für den Jugendschutz zuständige Ministerin zum
Handlanger für Callboys, Sex- und Pornoanbieter im Internet macht.
So was gibt es also auch bei anderen,
professionellen Internetauftritten, nicht nur bei Pefri und
http://bad-wildbad.info
© 2000 BILD
ONLINE
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| SCHNELLE
REAKTION 29.03.2000
17:00 |
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Nr. 173: Berlin, 29. März
2000
Bergmann: Kein direkter Zugriff auf unseriöse Internet-Seiten über das Angebot des
Ministeriums
Zu den heutigen Presseberichten über Links im Internet-Angebot des Bundesministeriums
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erklärt die Bundesministerin für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Christine Bergmann: Mit unserem Internetangebot
bieten wir aktuelle Informationen an und Links für unsere Zielgruppen, zum Beispiel
Jugend- und Senioren-Verbände. Wir weisen keinesfalls auf Sexangebote hin. Der Link des
Monats Powercat weist auf eine Seite mit vielfältigen Informationen für
Frauen hin. Über Links auf dieser Seite waren auch die in der Presse erwähnten
Sex-Seiten zu erreichen, was von uns leider zu spät bemerkt wurde. Selbstverständlich
habe ich den aktuellen Link des Monats unverzüglich sperren lassen. Wir werden nun die
Links auf unserer Internet-Seite nochmals gründlich überprüfen.
Dieses Beispiel zeigt die Gefahren, die sich aus den technischen Möglichkeiten des
Internet ergeben, insbesondere bei einem Verweis auf kommerzielle Provider. Über diese
Verlinkung, die wie in unserem Fall darauf abzielt, dem Nutzer und der Nutzerin den Zugang
zu weiterführenden Informationen anzubieten, besteht grundsätzlich die Gefahr, dass
über weitere Links auch unseriöse Inhalte im Internet erreichbar sind.
| Pressereferat |
Beate Moser |
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