10.03.2004
Schwarzwaldverein Wildbad e.V.
Hauptversammlung: Informativ und gut besucht
Als das Jahr der Markierung der Wanderwege
bezeichnete Vorsitzender Wulf Remshardt das vergangene Jahr in der Hauptversammlung des
Schwarzwaldvereins Wildbad e. V. im Hotel Alte Linde in Bad Wildbad. Sein
Rückblick zeigte deutlich, dass mit der Beschilderung mit den neuen
schwarzwaldeinheitlichen Wanderschildern mit der gelben Raute viele Kräfte im
Vereinsleben gebunden waren.
Gelbe Raute, Pfeile und Klebzeichen
1900 Emailschilder mit der gelben Raute, 470 Pfeile,
600 Klebezeichen, 478 Wegweiser auf 181 Pfosten, 1200 km Fahrleistung, 500 Stunden Einsatz eine stolze Bilanz und
eine Riesenarbeit, welche die Verantwortlichen der Schwarzwaldvereins-Ortsgruppen Calmbach
und Wildbad, zusammen mit Helfern der Forstverwaltung und der Gemeinden Bad Wildbad und
Enzklösterle im vergangenen Jahr geleistet haben, um die gesamte Beschilderung der
Wanderwege auf das neue System umzustellen. Antje Möller, Hauptfachwartin für
Öffentlichkeitsarbeit des Schwarzwaldvereins und des Bezirks, lobte bei der
Hauptversammlung der Schwarzwaldvereinsortsgruppe Wildbad, dass die beiden Bad Wildbader
Ortsgruppen (Calmbach und Wildbad) die ersten Vereine des Bezirks Schwarzwaldpforte seien,
welche die neue Beschilderung komplett durchgeführt hätten.
Die noch fehlenden 15 Wandertafeln werden in den nächsten Wochen aufgestellt. Bis zum
Frühsommer wird außerdem eine entsprechende Wanderkarte im Maßstab 1:35.000
herauskommen, die den Bereich zwischen Höfen und Urnagold sowie vom Nagoldtal bis zum
Albtal umfasst. Die Finanzierung der neuen Beschilderung erfolgte durch den Landkreis Calw
(30%) und den Naturpark Schwarzwald Mitte Nord (20%) sowie durch die betroffenen
Gemeinden. Die Pflege liegt in der Hand der Kommunen, die in den Wandervereinen
hervorragende Helfer hat. Während die roten Rauten die drei Hauptwanderwege (Ost-, Mittel
und Westweg) ausgehend von Pforzheim bis an den Hochrhein bezeichnen, sind die
Zugangswege mit blauen Rauten beschildert. Die gelbe Raute wird nun die lokalen Wege
weisen, wobei das System hervorragend durchdacht und mit der Wanderkarte entsprechend
koordiniert ist.
Der Aufbau der Schilder ist bestens durchdacht
Auf dem Schild steht der Standort mit der Höhenangabe.
Dieser Standort ist ebenfalls in der Karte verzeichnet. Dann sind die Entfernungsangaben
gestaffelt nach Entfernung und an jedem der angegebenen Punkte ist wieder ein Schild zu
finden, das nach dem gleichen System aufgebaut ist. Bei den Zielangaben sind außerdem
Besonderheiten vermerkt wie Rundblick, Einkehrmöglichkeit, Bus- oder Bahnstation.
Außerdem werden die Wege-Namen genannt, und auch die Zugangswege (blaue Raute) oder eine
der roten Rauten für die Hauptwege ist zu sehen.
Ganzheitliches Wandern
Natürlich wurde auch im vergangenen Jahr viel
gewandert und in der Rodelhütte gab es jede Menge Veranstaltungen. Nicht so zufrieden war
der Vorsitzende mit der Beteiligung an den Hüttendiensten, da die Zuständige, Helga
Rothfuß, selbst an 51 Samstagen im vergangenen Jahr im Einsatz war, wofür mit einem
Blumengebinde gedankt wurde. Die zum Deutschen Wandertag in Kühlungsborn gebuchten
Teilnehmerplätze sind bereits vergeben aber es gibt noch genügend Wanderungen in
der Heimat, die Neues bieten. Ganzheitliches Wandern war ein weiteres
Stichwort des Vorsitzenden, wobei er betonte, dass Wandern nicht mit den Füßen, sondern
mit Augen, Ohren und der Seele geschehen müsse. Deshalb werden Wanderführerlehrgänge
angeboten. Nachdem Wulf Remshardt vor zwei Jahren die Ausbildung zum Wanderführer
absolviert hatte, ist nun auch Peter Will Wanderführer im Verein. Sehr beliebt sind auch
die Seniorenwanderung, die von Hans Kübler angeboten werden. Für die Kurgastwanderungen werden jüngere Wanderführer gesucht. Schriftführer
Willi Heidler gab in seinem Bericht einen Überblick über die Vorstandssitzungen,
Wanderungen, Veranstaltungen und die Mitgliederwerbung. Laut Wanderwart Thomas Zepezauer
waren durchschnittlich 34 Teilnehmer an den Wanderungen dabei, bei den Seniorenwanderungen
waren es durchschnittlich 22 Wanderer. Ilse und Will Heidler waren die Fleißigsten: Sie
nahmen an allen Wanderungen teil. Auch Wegewart Thomas Bertsch bezeichnete die
Beschilderung als die große Arbeit des vergangenen Jahres und wies darauf hin, dass die
Vorplanung fast allein durch Wulf Remshardt erfolgt sei, der die Routenfestlegung, die
Standorte und die Beschriftung entworfen, außerdem die Gespräche mit den verschiedenen
Stellen (Kommune, Forst, Landratsamt usw.) geführt habe.
